Forum: Bildrechte

Ab wieviel Personen bedarf es keine Einwilligung mehr, weil man von einer Gruppenaufnahme spricht?

Ab wieviel Personen bedarf es keine Einwilligung mehr, weil man von einer Gruppenaufnahme spricht?

von Oliver Streppel -
Anzahl Antworten: 2

Hier gab die Kollegin keine Antwort. Denn es gibt im Deutschen Recht keine „Gruppenaufnahme“ ab 3, 5, oder 7 Personen. Dies ist ein Mythos. Wenn wir nun im öffentlichen Raum einfach 5 Teilnehmer fotografieren während sie arbeiten, sie sind klar zu erkennen und wir sagen das geht schon, ist ja eine Gruppe, verstoßen wir hierbei gegen geltendes Recht. Gehen wir davon aus, wir möchten nach einer Veranstaltung oder einem Seminar ein Gruppenfoto mit den Beteiligten machen, reicht es nicht aus, das wir annehmen, es handelt sich ja hierbei um eine Gruppe. Letzten Endes benötigen wir hier, um rechtlich Sicher zu sein, ein schriftliche Einverständniserklärung.

Als Antwort auf Oliver Streppel

Re: Ab wieviel Personen bedarf es keine Einwilligung mehr, weil man von einer Gruppenaufnahme spricht?

von Oliver Streppel -
Doch wie verhält es sich, wenn ich während einer Veranstaltung wie einem Gottesdienst Filme und Fotografiere. Reicht es aus, dass ich vorne an der Türe ein Schild hin hänge?
Als Antwort auf Oliver Streppel

Re: Ab wieviel Personen bedarf es keine Einwilligung mehr, weil man von einer Gruppenaufnahme spricht?

von Oliver Streppel -
Hierzu die Kollegin: „Die Aufzeichnung oder Übertragung von Gottesdiensten oder kirchlichen Veranstaltungen ist zulässig, wenn die Teilnehmenden durch geeignete Maßnahmen über Art und Umfang der Aufzeichnung oder Übertragung informiert werden (§ 53 DSG-EKD). Wir empfehlen, die Gottesdienstbesucher am Eingang mit einem deutlich lesbaren Schild oder zu Beginn des Gottesdienstes mündlich auf die Aufzeichnung und geplante Ausstrahlung des Gottesdienstes hinzuweisen. Wichtig ist, dass Gottesdienstbesucher weiterhin die Möglichkeit haben müssen, einen Gottesdienst zu besuchen, ohne aufgezeichnet zu werden. Das Interesse an der nicht überwachten Teilnahme am Gottesdienst ist besonders schutzwürdig (§ 52 Abs. 1 S. 2 DSG-EKD).“